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Vor Bankenaufsicht: EZB will Euro-Banken unter die Lupe nehmen


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Vor Bankenaufsicht: EZB will Euro-Banken unter die Lupe nehmen

Die EZB will insgesamt 128 Banken in der Eurozone genau überprüfen. So wollen die Währungshüter vor dem Start der europäischen Bankenaufsicht versteckte Risiken aufspüren. Denn: Eine Bankenkrise wie die derzeitige soll es künftig in der Eurozone nicht mehr geben.

Die Ankündigung aus Frankfurt allerdings weckte bei einigen Beobachtern die Sorge, dass das Vorgehen sein Ziel verfehlen könnte, wenn die Tests zu streng sind oder unerwartet große Probleme bei einzelnen Banken auftauchen. Aktien europäischer Banken verloren nach der Ankündigung an Wert.

In Deutschland kommen 24 Geldhäuser unter die Lupe, unter ihnen die Deutsche Bank, die Commerzbank, die DZ Bank und Landesbanken. Damit werden in Deutschland die meisten Banken pro Land untersucht. In Spanien schauen sich die Prüfer 16 Häuser an, in Italien 15, in Griechenland und Zypern jeweils fünf.

Die Bundesbank und die Finanzaufsicht Bafin teilten mit, die Geldhäuser im Land bereiteten sich intensiv auf die umfassende Untersuchung vor.

Die Überprüfung soll samt einem Stresstest im November beginnen und gut ein Jahr dauern. Im November 2014 soll die EZB dann die Aufsicht über diese Banken übernehmen. Die Aufsicht wäre dann der erste Schritt hin zur europäischen Bankenunion. Von den Euro-Banken verlangt die EZB eine harte Kernkapitalquote von acht Prozent – als Puffer gegen weitere Krisen.

Mit dpa, Reuters

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