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Gegen die Bildungsreform: Schüler und Lehrer gehen in Spanien gemeinsam auf die Straße

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Gegen die Bildungsreform: Schüler und Lehrer gehen in Spanien gemeinsam auf die Straße

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Sie streiken erstmals in der Geschichte Spaniens gemeinsam. Schüler, Studenten, Lehrer und Universitätspersonal sind landesweit für einen Tag in den Ausstand getreten. Sie protestieren gegen eine umstrittene Bildungsreform, die unter anderem Gehaltskürzungen, Entlassungen und einen modifizierten Lehrplan vorsieht.

Ein Student aus Madrid sagt: “Wir sind hier, um die Pläne der Regierung zu stoppen. Hier geht es nur um Kürzungen. Die Regierung versucht, den hausgemachten Schulden mit sozialen Einschnitten zu begegnen.”

Ein Lehrer fügt hinzu: “Wir müssen direkt gegen diese Pläne vorgehen, vor allem juristisch. Die aktuelle Situation grenzt ans Illegale.”

Vor den spanischen Arbeitsämtern macht sich Skepsis breit. In einer langen Warteschlage beklagt ein arbeitsloser Mann: “Die Regierung sagt, wir befinden uns nicht mehr in der Rezession. Aber davon spüren wir nichts, weil es uns nicht erreicht.

Besorgt zeigten sich die Gewerkschaften vor allem über die geplanten Entlassungen im Bildungsbereich. Spanien hatte im dritten Quartal eine Arbeitslosenquote von 26%.