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Herkunft von Roma-Baby geklärt

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Herkunft von Roma-Baby geklärt

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In Zusammenhang mit dem in Griechenland aufgegriffenen Roma-Mädchen ist die mutmaßliche leibliche Mutter in Bulgarien verhört worden. Ihr wird vorgeworfen das vierjährige Mädchen für 250 Euro an eine griechische Romafamilie verkauft zu haben. Bei der leiblichen Mutter soll es sich um eine 38-jährige bulgarische Roma handeln, die im südbulgarischen Nikolaewo lebt. Zusammen mit ihrem 36-jährigen Mann, hat sie 10 Kinder, darunter fünf blonde, die dem in Griechenland aufgegriffenen Kind sehr ähnlich sehen. Die Familie lebt in extremer Armut in einer Zweiraum-Wohnung in Nikolaewo. Weil sie sich nicht um das damals sieben Monate alte Baby kümmern konnten, hätten sie es weggegeben.

“Wir haben mit der Frau zusammengearbeitet und ich sorgte mich um die kleinen. Meine Tochter hatte geheiratet und das Haus verlassen. Ich hatte niemanden mehr, der auf die kleinen aufpasst. Die Frau sagte zu mir: ‘Gib sie mir, ich werde mich um sie kümmern. Wann immer Du willst, kannst Du sie wieder abholen’. Aber, ich bekam zwei weitere Kinder und konnte nicht gehen. Geld habe ich keins genommen”, beteuert die mutmaßliche leibliche Mutter.

Das griechische Roma-Paar, bei dem das Mädchen gelebt hatte, befindet sich wegen des Verdachts auf Kindesentführung in Untersuchungshaft. Die Nachbarn in der Roma-Siedlung im zentralgriechischen Farsala, wo das Mädchen aufgegriffen wurde, finden nichts anstößiges an dem Vorgehen der beiden Paare.

“Dem Kind ging es gut hier. Klar hat sie es gekauft. Man kauft Kinder, wenn man keine bekommen kann. So ist das. Diese Frau hat das Kind genommen, um es aufzuziehen. Die Mutter, die es verkauft hat, war vielleicht arm oder hatte Probleme und wollte, dass es in gute Hände kommt”, sagt eine Bewohnerin von Farsala.