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Lampedusa hofft auf Reform der EU-Flüchtlings- und Asylpolitik

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Lampedusa hofft auf Reform der EU-Flüchtlings- und Asylpolitik

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Begleitet von Protesten wird sich der EU-Gipfel in dieser Woche in Brüssel mit der europäischen Flüchtlingspolitik beschäftigten. Vor dem Gipfel der 28 Staats- und Regierungschefs gab es ein Treffen von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz mit der Bürgermeisterin von Lampedusa, Maria Giuseppina Nicolini. Schulz erklärte, dass es keine Einigung zu einer Änderung der Asylrechtspolitik zwischen den 28 EU-Ländern gebe. Das Europaparlament vertrete zwar eine klare Linie, doch die einzelnen Staaten hätten unterschiedliche Meinungen, nicht nur bei der legalen Immigration sondern auch beim politischen Asyl.

Lampedusas Bürgermeisterin sagte: “Man muss den Flüchtlingen die Chance geben, dass sie nicht sterben. Ohne ein neues Asyl- und Einwanderungsrecht sind es nicht nur die Einwanderer, sondern Europa, das vor Lampedusa untergehen wird. Sie alle haben diese Boote gesehen. Wir hoffen auf Veränderungen. Enttäuschen Sie uns nicht.”

Auch am Donnerstag sind wieder Flüchtlinge aus Afrika auf Lampedusa angekommen. Die Küstenwache rettete 127 Menschen, darunter waren 19 Kinder. Die meisten von ihnen stammen aus Eritrea.