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Streik in Frankreichs Profi-Fußball: Klubs wehren sich gegen Reichensteuer

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Streik in Frankreichs Profi-Fußball: Klubs wehren sich gegen Reichensteuer

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Die Ruhe vor dem Pariser Sitz der Vereinigung französischer Fußball-Proficlubs (UCPF) täuscht gewaltig. Hinter den Kulissen wird der erste General-Streik der Vereine seit 1972 vorbereitet. Anlass ist die für kommendes Jahr geplante, sogenannte Reichensteuer.

“Wir greifen zu dieser extremen Lösung, weil der gesamte Fußball in Gefahr ist und nicht nur Einzelinteressen,” so UCPF-Präsident Jean-Pierre Louvel. “Wir versuchen, das nationale Interesse am Fußball zu erhalten. Dafür gibt es viele gute Gründe.”

Spitzenverdiener vor allem in Vereinen wie Paris Saint Germain kommen die Klubs künftig teuer zu stehen: ab einer Million Euro Jahressalär soll künftig eine 75-prozentige Abgabe zusätzlich für die Arbeitgeber anfallen.

Schätzungen zufolge dürfte das allein die Erstligaclubs wie AS Monaco insgesamt 44 Millionen Euro jährlich kosten.

Für Vereine wie Monaco eher ein Luxusproblem, für kleinere Klubs durchaus existenzgefährdend.

In jedem Fall wird der Fußball am letzten November-Wochenende in der ersten und zweiten französischen Liga gar nicht erst ins
Rollen kommen.