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"Forza Italia" wieder da: Neugründung lässt Regierungskoalition in Italien wackeln

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"Forza Italia" wieder da: Neugründung lässt Regierungskoalition in Italien wackeln

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Es ist die Rache des Silvio Berlusconi für die Schmach bei der gescheiterten Vertrauensfrage gegen Ministerpräsident Enrico Letta. Kurzerhand wurde die Partei “Volk der Freiheit”, PDL, in die alte “Forza Italia” umbenannt und bekam neue Statuten. Nur gehen nicht alle diesen Weg mit. Die PDL-Minister in der Regierung Letta, unter ihnen Vize-Regierungschef Angelino Alfano, verweigern Berlusconi erneut die Gefolgschaft und boykottierten die Präsidiumssitzung zur Neugründung der Forza Italia. Die Spaltung der Berlusconi-Partei droht, damit ist die amtierende Regierungskoaltion erneut in Gefahr.

“Das Problem ist nicht der Name, sondern die Parteistruktur”, sagt Fabrizio Cicchiotto aus dem Alfano-Lager. “Diese Partei sollte nicht allein auf Berlusconi zugeschnitten sein, sondern auch auf dem innovativen, politischen Management von Angelino Alfano.”

Alfano hatte mit seinen Ministern und Abgeordneten Anfang Oktober dafür gesorgt, dass Enrico Letta die Vertrauensfrage in beiden Parlamentskammern überstand, was eine Niederlage für Silivio Berlusconi bedeutete.