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Letzter Citroen im PSA-Werk Aulnay-sous-Bois vom Band gerollt

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Letzter Citroen im PSA-Werk Aulnay-sous-Bois vom Band gerollt

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Im Werk Aulnay-sous-Bois des angeschlagenen
französischen Autoherstellers PSA Peugeot Citroen ist am Freitag das letzte Fahrzeug vom Band gelaufen. Die Montage eines hellgrauen
Citroén C3 markiert das Ende der traditionsreichen Fabrik. Im nächsten Jahr wird der Standort im Nordosten von Paris mit zuletzt
3000 Mitarbeitern ganz geschlossen.

PSA-Personaldirektor Philippe Dorge sagt, man werde 2700 der 3000 Angestellten weiterbeschäftigen. Es blieben lediglich 700 übrig, die noch nicht untergebracht seien.

Die Gewerkschaften protestierten gegen die Schließung des Werks. Bis Mai 2014 soll es in ganz Frankreich rund 11.200 Stellen weniger bei PSA geben als noch 2012.

“Wenn PSA-Chef Varin vorgibt, dass 90 Prozent der Fälle bereits geregelt seien, dann ist das völlig falsch”, sagt Francois Boethas, der bei PSA arbeitet, “1000 von uns sind noch in der Fabrik, 2000 sind gegangen. Von den 2000 haben nur 700 einen neuen Job im Unternehmen erhalten, mindestens 600 sind arbeitslos.”

Der nach VW zweitgrößte Autohersteller Europas steckt tief in der Krise. Aktuell verhandelt Frankreichs Nummer eins im Autobau mit Dongfeng über einen möglichen Einstieg des chinesischen Herstellers. Mit dem Partner betreiben die Franzosen schon ein Gemeinschaftsunternehmen in China. Nun werde geprüft, ob sich eine Investition lohne, hiess es bei Dongfeng.