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Libyen: Vertraute Gaddafis angeklagt

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Libyen: Vertraute Gaddafis angeklagt

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37 Vertreter der Regierung von Diktator Muammar al-Gaddafi sind vor einem Strafgericht in Tripolis wegen Völkermord und Anstiftung zur Vergewaltigung angeklagt worden. Unter ihnen sind auch der Sohn des 2011 getöteten Gaddafi, Saif al-Islam, und Ex-Geheimdienstchef Abdullah al-Senoussi. Der Internationale Strafgerichtshof hatte zuvor entschieden, dass den Angeklagten in Libyen der Prozess gemacht werden soll.

Der libysche Hauptankläger al-Seddik al-Sur lobte die Entscheidung des Internationalen Strafgerichtshofs. Es sei das erste Mal, dass dort Kompetenzen zum Wohle einer nationalen Justizgewalt abgegeben würden, erklärte er.

Tags zuvor war der zweite Jahrestag der Revolution in Libyen begangen worden. Viel Grund zum Feiern gibt es jedoch nicht. Die Sicherheitslage ist schlecht. Militante Gruppen liefern sich immer wieder Kämpfe mit den schlecht organisierten Sicherheitskräften des Landes. Die NATO sagte dem Land Anfang der Woche zu, beim Wiederaufbau der Polizei und Armee zu helfen.