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Das Recht auf Drohnen

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Das Recht auf Drohnen

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Drohnenangriffe sind ein Reizthema zwischen Pakistan und den USA. Der pakistanische Regierungschef Nawaz Sharif hatte bereits Mitte der Woche ein Ende der amerikanischen Attacken gefordert.

Nach Informationen der “Washington Post” wurden pakistanische Regierungsvertreter jedoch laufend über die amerikanischen Drohnenangriffe in Pakistan informiert. CIA-Dokumente und diplomatische Schriftstücke Pakistans sollen beweisen: Pakistan war in einigen Fällen sogar an der Auswahl der Ziele beteiligt.

Dennoch hat Pakistan nun auch vor dem UN-Menschenrechtsausschuss ein Ende der US-Drohnenangriffe verlangt. Sie zögen stets “Vergeltungsangriffe von Terroristen” nach sich, sagte der pakistanische UN-Botschafter.

Zwei UN-Sonderberichterstatter für Terrorismusbekämpfung und Menschenrechte, Ben Emmerson und Christof Heyns, forderten unterdessen nur mehr Transparenz im Drohnenkrieg. So erklärte Emmerson: “Die EU, der mehrere Länder angehören, unterstützt nur eine spezielle Empfehlung in Christofs Bericht: die Transparenz Empfehlung. Es gibt wirklich keine rechtlichen Argumente dagegen”

Nach unbestätigten Angaben waren unter den rund 2500 Drohnenopfern der vergangenen zehn Jahre mindestens 400 Zivilisten.