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Italien: Letta warnt vor fortdauerndem Flüchtlingsstrom im Winter

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Italien: Letta warnt vor fortdauerndem Flüchtlingsstrom im Winter

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Die italienische Küstenwache hat am Samstag erneut ein Flüchtlingsboot vor der Insel Lampedusa aufgegriffen. An Bord waren 137 Menschen. Damit wurden innerhalb von nur drei Tagen nahezu 1000 Bootsflüchtlinge nach Lampedusa gebracht. Seit dem Tod von über 400 Menschen vor der italienischen Insel Anfang Oktober überwacht Italien das Mittelmeer stärker. Italien betrachtet die Situation als gesamteuropäisches Problem und fordert entsprechende Entscheidungen der EU. Auf dem Rückweg vom EU-Gipfel in Brüssel sagte der Ministerpräsident Enrico Letta in der Sorbonne in Paris: “Ich habe es dem Europäischen Rat gestern ganz deutlich gesagt. Glauben Sie ja nicht, dass sich die Dinge mit dem Winter ändern werden. Die Menschen werden weiterhin aus Staaten fliehen, in denen es keine Demokratie gibt, in denen sie Verfolgung und Terrorismus ausgesetzt sind. Ob das Wetter nun gut oder schlecht ist, die Tragödien werden sich wiederholen.” Dieses Jahr sind den Vereinten Nationen zufolge bereits mehr als 32 000 Flüchtlinge auf Booten nach Südeuropa gelangt. Etwa ein Drittel von ihnen soll aus Eritrea stammen.