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Antiker Alltag im Museum

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Antiker Alltag im Museum

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Wer waren die Etrusker und wie sah ihr Alltag aus? Dieser Frage geht eine aktuelle Ausstellung im Maillol-Museum in Paris nach. Nur wenig ist bekannt über das geheimnisvolle Volk, das vor den Römern im heutigen Italien lebte und zwischen 800 und 100 vor Christus ihre Blütezeit hatte. Bisher widmeten sich Ausstellungen über die Etrusker hauptsächlich ihrem Totenkult. Nun wagten sich Historkier erstmals an die Dokumentation ihres Alltagslebens heran.

Museums-Experte Vincent Jolive sagt: “Diese Ausstellung zeigt, dass es nicht nur eine einzige etruskische Zivilisation gab. Die Etrusker waren ein sehr komplexes Volk, ihre Kultur war von verschiedensten Einflüssen geprägt, und zwar auf unterschiedlichste Art und Weise, je nachdem in welcher Stadt und in welcher Epoche sie lebten.”
Von der einfachsten Hütte bis hin zum eleganten Prachthaus aus der Zeit der römischen Eroberung Etruriens – 250 Leihgaben aus Museen in Italien und der ganzen Welt wurden für die Ausstellungi in Paris zusammengetragen.

Vincent Jolive:“Die Objekte lassen sich nicht immer leicht entschlüsseln. Einiges deutet auf eine Verbindung zu Ägypten hin, und das könnte durchaus sein. Anderes erinnert an die Phönizier oder Karthager, und auch das ist vorstellbar. Und auch die griechische Welt ist sehr präsent.”

Die Ausstellung in Paris lässt eine prächtige untergegangene Kultur wieder auferstehen. Wer sich auf dieSpuren der Etrusker begeben und ihr Rätsel – zumindest ein Stück weit – lüften möchte, hat noch bis zum 9. Februar Gelegenheit dazu.