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Spanien: Krisenbank Bankia erwirtschaftet wieder Gewinn

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Spanien: Krisenbank Bankia erwirtschaftet wieder Gewinn

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Es geht wieder aufwärts: Die spanische Krisenbank Bankia hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres einen Gewinn erwirtschaftet. Wie das Haus mitteilte, habe man unter dem Strich einen Überschuss von 362 Millionen Euro in den Büchern stehen. Das Institut profitierte dabei zum einen davon, dass weniger Abschreibungen fällig wurden, zum anderen sanken die Kosten. Die vom Staat gerettete Bankia gilt als Symbol für die spanische Bankenkrise. Sie gehört zu den Geldhäusern, die die EZB in den kommenden Monaten genau überprüfen will.

Der Chef der spanischen Zentralbank, Luis María Linde: “Wir wollen einen Stresstest der EZB, der transparent und strikt ist und der den Märkten Vertrauen zurückgeben. Wir sind uns aber sicher, dass unser Bankensystem den Test bestehen wird.”

Die Börsen quittierten die Gewinnmeldung allerdings nicht wie erhofft, die Aktie der Bank verlor erneut. Aufs Gesamtjahr gerechnet beträgt das Minus bereits 77 Prozent. Die spanische Regierung hatte die Bank vergangenes Jahr mit europäischen Hilfskrediten von fast 20 Milliarden Euro vor der Pleite gerettet.

Unterdessen äußerte sich Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem in Madrid optimistisch, dass Spanien sich auf dem Weg der Erholung befindet. Er lobte die Verbesserungen in den Bilanzen spanischer Banken und er deutete an, dass das Land wohl keine neuen Rettungspakete mehr braucht. Jetzt, so Dijsselbloem, gehe es darum, den Arbeitsmarkt wieder anzukurbeln und weitere Reformen umzusetzen.