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Ein Jahr nach "Sandy": Wiedereröffnung von Ellis Island

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Ein Jahr nach "Sandy": Wiedereröffnung von Ellis Island

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Ein Jahr nach dem verheerenden Wirbelsturm “Sandy” öffnet Ellis Island vor New York, über die rund zwölf Millionen Einwanderer einst in die USA kamen, wieder für Besucher. Die Insel und das darauf stehende Museum waren 2012 überschwemmt worden, Heizungs- und Kühlungssysteme sowie die Elektrik wurden zerstört. Der Schaden wurde behoben, doch viele Ausstellungsstücke befinden sich immer noch im Lagerraum.

Der Aufseher von Ellis Island, David Luchsinger, ist begeistert: “Es ist wunderbar. Seit einem Jahr habe ich keine Besucher gesehen, es bedeutet mir also sehr viel. Für mich und meine Mitarbeiter ist es großartig, dass wir wieder geöffnet haben.”

Der Wirbelsturm “Sandy“war im vergangenen Oktober auf die US-Ostküste getroffen, hatte mehr als 150 Menschen in den Tod gerissen und Sachschäden in Milliardenhöhe verursacht. Carol Diaz und ihre Familie konnten erst vor kurzem wieder in ihr Heim zurückkehren, das vom Sturm schwer beschädigt worden war. Carols Sicht der Dinge hat sich dadurch geändert: “Mir ist klar geworden, dass man nicht alles kontrollieren kann. Es kann einem jederzeit passieren, dass man sich plötzlich in einer Situation wiederfindet, die man nie für möglich gehalten hätte. Es kann innerhalb einer Sekunde oder über Nacht passieren. Uns ging es gut und am nächsten Morgen waren wir obdachlos.”

Im Bezirk Queens warten rund 150 Menschen noch darauf, in ihre Häuser zurückzukehren. Die Organisation “Friends of Rockaway” bemüht sich um eine rasche Renovierung doch in manchen Fällen könnte es noch Monate dauern, bevor die Familien wieder einziehen können.