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Fotos aus der Todeszone: Robert Capa wäre heute 100

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Fotos aus der Todeszone: Robert Capa wäre heute 100

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Die Fotos des Kriegsfotografen gingen um die Welt. Besonders die Aufnahme eines fallenden Soldaten aus dem spanischen Bürgerkrieg hat den Fotoreporter über Nacht berühmt gemacht.

Im Oktober wäre Robert Capa hundert Jahre alt geworden. Er lebte nur 40 Jahre, seit 60 Jahren ist er tot. Doch in seiner Geburtsstadt Budapest scheint er immer noch allgegenwärtig.

Eigentlich hörte Capa auf den Namen Endre Ernö Friedmann. Doch um seine Bilder besser verkaufen zu können, gab sich der Sohn jüdischer Eltern in Paris einen neuen Namen, der sowohl französisch als auch amerikanisch klingen sollte.

Robert Capa war keine 18 Jahre alt, als er in die Welt hinauszog.
70 000 Negative brachte er von seinen Abenteuern mit zurück, sie lagern im International Center of Photography in New York.
Ein kleiner Teil davon wird nun in der Jubiläumsausstellung des ungarischen Nationalmuseums gezeigt. Thema sind die verschiedenen Gesichter Capas: Mal ist er der Fotojournalist, der mit der Kamera im Schützengraben liegt. Mal der jüdische Emigrant, der 1939 nach Amerika floh. Und mal der Spieler, dem kein Risiko der Welt zu hoch schien.

In fünf verschiedenen Kriegen war Robert Capa, immer ganz vorne an der Front. Er war der Erste, der bei der Landung der Allierten in der Normandie fotografierte. In Leipzig hielt er fest, wie ein Soldat keine drei Meter von ihm entfernt erschossen wurde.

Pünktlich zum 100. Jubiläum eröffnet in Budapest ein Zentrum für Fotografie, das nach dem berühmten Fotografen benannt wird: das Robert Capa Contemporary Photographic Center.

Der wohl größte Kriegsjournalist des letzten Jahrhunderts starb 1954, als er während des Indochinakriegs auf eine Landmine trat. Seine Bilder haben ihn jedoch unsterblich gemacht.