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Nach Todesfahrt vor Kaiserpalast: Pekinger Polizei sucht zwei Uiguren

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Nach Todesfahrt vor Kaiserpalast: Pekinger Polizei sucht zwei Uiguren

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Polizisten, Ausweiskontrollen, lange Schlangen. Einen Tag nach dem tödlichen Zwischenfall vor dem Kaiserpalast geht es auf dem Tiananmen-Platz in Peking alles andere als entspannt zu. Die Menschen rätseln: War die Fahrt des Geländeswagens durch die Menschenmenge am Montag ein Unfall oder ein Selbstmordanschlag? Bei der Fahrt, die an einem Brückenpfeiler endete, starben die Insassen des Wagens und zwei Touristen.

Die Polizei sucht jetzt nach zwei Uiguren aus der Unruheregion Xinjiang und verteilt Aufrufe zur Fahndung in Hotels. Eine Begründung dafür gab sie nicht. Medien berichten von Hinweisen auf einen Anschlag.

Offiziell schweigen die Behörden zu diesen Hinweisen, eine Sprecherin des Außenministeriums sagte aber, in Xinjiang habe es terroristische Attacken gegeben. Die chinesische Regierung gehe hart gegen die Täter vor.

Im Jahr 2009 hatte es in Urumtschi, der Hauptstadt Xinjiangs, blutige Unruhen mit 200 Toten gegeben.

Die chinesische Regierung scheint nun zu befürchten, dass die Uiguren den Konflikt nach Peking gebracht haben.