Eilmeldung

Eilmeldung

Bilder aus der chinesischen Vergangenheit

Sie lesen gerade:

Bilder aus der chinesischen Vergangenheit

Schriftgrösse Aa Aa

Große Meisterwerke aus dem Reich der Mitte sind derzeit im Victoria and Albert Museum in London zu sehen. Besucher können hier durch 1200 Jahre chinesische Kunstgeschichte reisen. Die ausgestellten Werke stammen aus der Zeit von der Tang Dynastie bis zum Ende des 19. Jahrhunderts und wurden aus Sammlungen der ganzen Welt zusammengetragen.

Hongxing Zhang, Kurator des Victoria and Albert Museums, sagt: “In der chinesischen Malerei gibt es eine Gattung, die sich mit der europäischen Genremalerei vergleichen lässt. Sie hat ihre Anfänge im 12. Jahrhundert, wurde aber erst im 15. und 16. Jahrhundert wirklich wichtig und beliebt. Ihren Höhepunkt hatte diese Malerei im 18. Jahrhundert, als sie zur Hofkunst avancierte.”

Die Ausstellung ist in drei Epochen aufgeteilt: In der frühen Zeit lag der Schwerpunkt der Kunst auf Gottheiten und mythischen Wesen. Später wurde vermehrt die Natur abgebildet, im 19. Jahrhundert dann auch menschliche Gesichter.

Dem Kurator Hongxing Zhang zufolge sagt die Malerei viel über die chinesische Gesellschaft aus: “China wird aus vielen Gründen im Westen immer mehr präsent, ein ganz wichtiger Grund ist die Wirtschaft. Um Geschäfte mit den Chinesen machen und um mit ihnen in den Dialog treten zu können, müssen wir über China Bescheid wissen. Wir müssen die Geschichte des Landes kennen.”

Mit mehr als hundert Meisterwerken handelt es sich um die größte Sammlung chinesischer Kunst seit 1935. Die Ausstellung wird noch bis zum 19. Januar zu sehen sein.