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Israel lässt erneut Palästinenser-Häftlinge frei

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Israel lässt erneut Palästinenser-Häftlinge frei

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Israel hat im Rahmen der Nahost-Friedensgespräche eine zweite Gruppe palästinensischer Langzeithäftlinge freigelassen. Die 26 Männer waren als Mörder oder Mordgehilfen verurteilt worden. Ihre Taten liegen allerdings weit zurück. Einige hatten bis zu 28 Jahre hinter Gittern gesessen.

Im Westjordanland wurden die Gefangenen als Freiheitskämpfer gefeiert. Für Palästinenserpräsident Mahmud Abbas ist es ein großer Erfolg. Er hat es geschafft auf friedlichem Wege – und nicht wie im Fall der Hamas per Geiselnahme – Palästinenser freizubekommen.

Israel hatte für die von den USA vermittelte Wiederaufnahme der Friedensgespräche mit den Palästinensern Ende Juli die Freilassung von insgesamt 104 Häftlingen zugesagt. Eine erste Gruppe war bereits im August aus der Haft entlassen worden.

Auf der palästinensischen Seite war der Jubel groß. Rechtsorientierte Israelis fordern jedoch, keine weiteren Häftlinge freizulassen. Um ihnen entgegenzukommen, kündigte der israelischen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Siedlungsneubauten in Ost-Jerusalem und dem Westjordanland an.