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US-Geheimdienstchefs verteidigen NSA-Spionage

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US-Geheimdienstchefs verteidigen NSA-Spionage

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NSA-Chef Keith Alexander hat die Arbeit des US-Geheimdienstes verteidigt. Seit dem 11- September 2001 habe es keinen schweren Terroranschlag auf die USA gegeben. Er betonte, dass die in Europa gesammelten Telefondaten zum Teil von europäischen Geheimdiensten stammten. Die Journalisten hätten die Dokumente von Edward Snowden komplett missverstanden.

“Ein Teil der Daten wurde ganz legal von den Behörden der NSA gesammelt, die anderen Daten haben ausländische Partner der NSA zu Verfügung gestellt. Wir haben diese Informationen über europäische Bürger nicht gesammelt,” so Alexander. US-Geheimdienstchef James Clapper ging ebenfalls in die Offensive. Er gehe davon aus, dass die Europäer ihrerseits US-Politiker und amerikanische Geheimdienste ausspionierten.

EU-Parlamentarier, die nach Washington gereist sind, sprechen unterdessen von Vertrauensbruch. “Man sollte niemals seine Freunde bespitzeln. Das klassische Ausspionieren von Botschaften oder politischen Gegnern ist das eine, aber wenn es darum geht, normale Bürger auszuspionieren, dann ist eine Grenze erreicht. Das sollte nicht akzeptiert werden,” so der EU-Abgeordnete Elmar Brok.

Zuvor hatte er beklagt, die US-Geheimdienste seien mittlerweile ein Staat im Staate. Der US-Kongress erwägt, die Aktivitäten der amerikanischen Geheimdienste einzuschränken.