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"Ich hätte das nie gedacht": Elektro-Konzern Fagor steht kurz vor der Pleite

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"Ich hätte das nie gedacht": Elektro-Konzern Fagor steht kurz vor der Pleite

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Der spanische Elektrotechnik-Konzern Fagor ist einen Schritt näher an der Pleite. Vor der Zentrale des Mutterkonzerns Mondragón im Baskenland demonstrierten an diesem Donnerstag zahlreiche Angestellte des Unternehmens. Zuvor war der Handel mit Fagor-Anleihen ausgesetzt worden, und eine Tochterfirma in Polen meldete Gläubigerschutz an.

Eine Mitarbeiterin sagte: “Ich hätte nie gedacht, dass wir einmal so enden, wir wussten von den Problemen, aber alle Firmen haben doch zur Zeit Probleme.”

Mondragón will Fagor nicht retten, die Firma entspreche den Bedürfnissen des Marktes zu wenig, so Mondragón in einer Mitteilung.

Die baskische Wirtschaftsministerin Arantza Tapia meinte: “Wenn die eigene Gruppe nicht an eine Zukunft glaubt, dann wird die baskische Regierung dies ebenfalls nicht tun.”

Mitte Oktober hatte Fagor bereits Insolvenz beantragt. Eigentlich hätte das Unternehmen danach vier Monate Zeit gehabt, um sich mit den Gläubigern zu einigen und Geld aufzutreiben. Doch Mondragón, der Mutterkonzern, sagte jetzt, selbst wenn das Geld da wäre, würde das die Zukunft von Fagor nicht garantieren.

Das Unternehmen, das laut spanischen Medienberichten auf einem Schuldenberg von 800 Millionen Euro sitzt, beschäftigt weltweit gut 5700 Mitarbeiter. Es gehört zu den wichtigsten Haushaltsgeräte-Herstellern in Spanien.

Mit Reuters, dpa