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Migrantendrama in der Sahara: 90 Tote

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Migrantendrama in der Sahara: 90 Tote

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In der Sahara sind im Grenzgebiet zwischen dem Niger und Algerien die Leichen von mehr als 90 Menschen gefunden worden. Es handelt sich hauptsächlich um Frauen und Kinder, die verdurstet sind. Nach Angaben der nigerischen Behörden gehören sie zu einer Gruppe von Migranten, die im September mit zwei Lastwagen im nordnigerischen Arlit aufgebrochen sind, um ins algerische Tamanrasset zu gelangen. Nahe der Grenze sei ein Lastwagen liegengeblieben. Der Fahrer sei daraufhin mit einem zweiten Fahrzeug nach Arlit zurückgefahren, um Ersatzteile zu holen, doch sei auch sein Wagen auf dem Weg zusammen zusammengebrochen.

Etwa 20 Migranten überlebten das Drama, einige schlugen sich bis nach Tamanrasset durch, andere liefen in das 50 Kilometer südlich von der Unglücksstelle liegende Arlit und alarmierten die Behörden.

Die Strecke Arlit-Tamanrasset ist unter Menschenschmugglern beliebt. Sie verlangen 3000 Dollar (etwa 2170 Euro) um illegale Migranten vom Niger nach Nordafrika und weiter nach Europa zu bringen.