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Neue rechtsradikale Partei in Ungarn

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Neue rechtsradikale Partei in Ungarn

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Sie nennt sich in Anlehnung an die griechischen Rechtsradikalen “Ungarische Morgendämmerung” .

Ihr wichtigstes Ziel ist ein “Großungarn” in den Grenzen von vor dem I. Weltkrieg. Den “Vertrag von Trianon”, in dem Kriegsverlierer Ungarn 1920 mehr als zwei Drittel seines Territoriums abtreten musste, wollen sie annulieren. Parteiführer Andras Kisgergely spricht vom “Recht eines jeden Ungarn, sich selbst, seine Familie und seinen Besitz zu schützen.” Wörtlich:” Das alles können wir erreichen, wenn wir für das Recht auf Schusswaffenbesitz in Ungarn kämpfen.”

Die meisten Mitglieder der neuen extremen Rechten kommen von “Jobbik”, weil es ihnen dort nicht mehr radikal genug zuging. Geschossen wurde bei “Jobbik” auch schon, wie man auf you tuzbe sehen kann. An der Waffe ein Parlamentsabgeordneter.
Auch die paramilitärischen Traditionen werden bei der neuen Partei weiter gepflegt. Ihre “Magyar Garda” wurde mehrfach verboten, um jeweils prompt unter leicht verändertem Namen neu zu entstehen.

In ländlichen Wohngegenden der Roma maßen sich diese “ungarischen Gardisten” Gendarmerie-Rechte an und versetzen die Roma-Familien in Angst und Schrecken. Schrecken in Europa sollte das Verbrennen der Europa-Fahne verbreiten. Die Akteure wurden bei “Jobbik” ausgeschlossen, denn für eine Partei mit Vertretern im Europa-Parlament ging das nun doch zu weit. Sie haben jetzt bei der “Ungarischen Morgendämmerung” eine neue politische Heimat gefunden.

Bei “Jobbik” wird Hass auf Juden und Roma gepredigt. Dann stellte sich heraus, dass Csanad Szegedi, einer ihrer 3 EU-Parlamentarier, selbst jüdische Wurzeln hat, was er vergeblich zu verbergen versuchte. Jetzt sitzt er ohne Parteizugehörigkeit im Europaparlament. Bei den letzten Parlamentswahlen in Ungarn wurde “Jobbik” mit 17% drittstärkste Partei. Die euronews-Korrespondentin betont, dass die Radikalsten der Rechten von “Jobbik” abrücken, weil die ihnen nicht mehr radikal genug ist.

Wohingegen auf EU-Ebene etwa die französische “Front National” nicht mit einer Partei zu tun haben will, die sich in der Tradition der ungarischen Nazi-Verbündeten im II.Weltkrieg sieht.