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Russlands Prestigeobjekt "Skolkowo" im Visier von Ermittlern

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Russlands Prestigeobjekt "Skolkowo" im Visier von Ermittlern

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In Moskau hat das Innovationsforum “Open Innovations” begonnen. Einer der Mitveranstalter dieser Konferenz ist das Innovationszentrum Skolkowo, das die russische Regierung nahe Moskau aufbauen lässt; als eine Art russisches Silicon Valley. Statt aber etwa mit einem russischen Smartphone zu glänzen, steht Skolkowo nun im Zentrum von Ermittlungen. Es geht um vermutete Unterschlagungen von rund 600.000 Euro an Subventionen.

Russlands Vize-Wirtschaftsminister Oleg Fomitschow, der auch im Aufsichtsrat von Skolkowo sitzt, weist die Vorwürfe zurück: “Die Ermittler haben einige Verstöße aufgelistet, aber bei all diesen Verstößen handelt es sich nicht um kriminelle Handlungen. Sie hatten damit zu tun, dass die Unternehmensstruktur noch nicht ganz ausgereift war. Deshalb wurden etwa bestimmte Gelder an Innovationsprojekte geschickt, ohne die entsprechenden Unternehmens-Dokumente. Die Ermittler wollten wissen, ob es sich um ineffizient eingesetztes Geld, oder um Betrug handelt.”

Im April dieses Jahres wurden bei einer Razzia in Skolkowo zahlreiche Dokumente beschlagnahmt. Das Wissenschaftszentrum gilt als Prestigeobjekt von Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew. Von ihm stammt auch der Begriff vom russischen Silicon Valley.

Extras

Website von Open Innovations
Website von Skolkowo