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Haim: Indie-Rock als Familienbetrieb

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Haim: Indie-Rock als Familienbetrieb

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Haim – das sind drei Schwestern aus Los Angeles, die quasi über Nacht zu Stars in der Indie-Rock-Szene aufstiegen. Bei den Festivals im Sommer ernteten sie eine Menge Beifall, ihr Debütalbum “Days Are Gone” stürmte an die Spitze der UK-Charts.

Doch der Weg zum Erfolg war lang und steinig. Zwei der Schwestern gehörten 2005 zu den Valli Girls – einer Retortenband, die nicht lange überlebte. Diese Erfahrung, so sagen sie, hat ihnen dabei geholfen, ihr Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und ihr eigenes Image zu kontrollieren.

Die Haim-Fans schätzen die Mischung aus R&B der 90er und Pop der 70er: Auch ein Produkt der familiären Bande.

“Die meisten Gruppen haben keine lebenslange gemeinsame Geschichte”, meint Este Haim. “Ihre Geschichte ist die der Band. Unsere Geschichte ist unser Leben. Aber wir denken nicht viel darüber nach. Es ist einfach so: Ich hatte diese Erfahrung, Danielle und Alana hatten andere. Aber letztlich geht es darum, dass wir uns treffen und gemeinsam Musik machen.”

Verglichen wurde Haim mit Fleetwood Mac, ihr Sound wird als “nu-folk-meets-nineties-R&B” beschrieben. Aufgewachsen sind die Schwestern im San Fernando Valley mit den 70er-Classicrock-Platten der Eltern.

Danielle Haim sagt: “Viele unserer Melodien sind sehr rhythmisch, weil wir alle Schlagzeug spielen. Unser Vater war Drummer und hat uns ans Schlagzeug gesetzt, als wir klein waren. Wir alle mögen durch das Schlagzeug bestimmte Melodien. Und schnelles Singen ist dann nicht mehr weit.”

Haim tourt im November durch Europa. Konzerte gibt es unter anderem in Frankreich, Deutschland, Holland und Belgien.