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Japan: Skandal auf kaiserlicher Gartenparty

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Japan: Skandal auf kaiserlicher Gartenparty

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Auf einer Gartenparty des japanischen Kaisers Akihito hat ein Gast etwas Unerhörtes getan. Der Parlamentsabgeordnete Taro Yamamoto traute sich nicht nur den Kaiser anzusprechen, er übergab ihm gar einen Brief. Yamamoto ist Anti-Atomkraft-Aktivist, in dem Brief geht es um Fukushima. Die japanische Öffentlichkeit ist empört. Kollegen fordern den Rücktritt Yamamotos.

Yamamoto rechtfertigte sich vor den Journalisten: “Ich musste dem Kaiser persönlich den Brief übergeben. Ich habe über meine Ängste geschrieben. Die Kinder im Osten Japans sind krank – radioaktiv verstrahlt – und keiner redet davon. Ich wollte ihm das mitteilen.”

Ob der Kaiser den Brief gelesen hat? Auf der Gartenparty reichte er ihn jedenfalls sofort an einen Diener weiter. Dass Fukushima immer noch eine Gefahr darstellt, scheint die Japaner wenig zu interessieren, viel schlimmer ist, was dem Kaiser auf seiner Gartenparty passiert ist.