Eilmeldung

Eilmeldung

WISE 2013: mehr Technologie im Klassenraum

Sie lesen gerade:

WISE 2013: mehr Technologie im Klassenraum

Schriftgrösse Aa Aa

Macht die rasante technologische Entwicklung bald den Einsatz von Lehrern aus Fleisch und Blut überflüssig? Welche Rolle sollte Technologie und der Umgang mit ihr im Klassenzimmer spielen? Das sind nur zwei der Fragen, die Erziehungsexperten aus aller Welt auf dem WISE-Gipfel 2013 in Doha diskutiert haben.

“Ich gehöre nicht zu denen, die Lehrer abschaffen wollen. Wir brauchen nur andere Lehrer, besser ausgebildet. Lehrer müssen sich dieser komplizierten, rasende schnellen Welt anpassn können”, meint zum Beispiel die finnische Bildungsexpertin Pasi Sahlberg und Buchautorin.

Die moderne Technologie gibt uns die Möglichkeit, zu lernen, egal wo wir gerade sind. Könnten wir nicht so auch alle zu Lehrern werden? Spiel-Designerin Katie Salen schlägt vor: “Wir wollen Leute rekrutieren, die vielleicht keine ausgebildeten Lehrer sind, aber doch etwas zur Bildung junger Menschen beitragen können. Ich denke da etwa an Großeltern.”

Immer mehr Länder weltweit setzen die Vermittlung einer Mischung von Wissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik auf ihren Lehrplan. “Ich finde es wichtig, diese Fächer dem Curriculum hinzuzufügen. Aber bitte auch Kunst und Theater”, so Sahlberg weiter. Denn ausschließlich die Naturwissenschaften zu fördern, das werde nicht helfen.

Und auch der Mangel an Frauen in den Wissenschaften war Thema in Doha. “Lange Zeit waren die naturwissenschaftlichen Fächer fast ausschließlich von Männern besetzt. In letzter Zeit hat sich das glücklicherweise etwas geändert”, so die britische Raumfahrttechnikerin Aderin Pocock. Denn im Vereinigten Königreich etwa studieren mehr Frauen Medizin als Männer. In den Fächern Physik und Mathematik sieht das anders aus. Auch in den Ingenieurwissenschaften. Dort kann man Frauen noch immer mit der Lupe suchen.