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Diplomatische Krise nach Tod des Talibanführers

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Diplomatische Krise nach Tod des Talibanführers

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Mit großer Verärgerung hat die pakistanische Regierung auf den tödlichen Drohnenangriff der USA auf Taliban-Führer Hakimullah Mehsud reagiert. Innenminister Chaudhry Nisar warf den Amerikanern vor, damit den Friedensprozess zu blockieren.Aus Protest hat die Regierung jetzt den US-Botschafter einbestellt.

“Die Regierung Pakistans sieht in dem Drohnen-Angriff keine Attacke gegen einen Einzelnen, sondern eine Attacke gegen den Friedensprozess,” sagte der Innenminister, “jeder Aspekt der Beziehungen zwischen Pakistan und den USA muss nun auf den Prüfstand gestellt werden.”

Der Tod ihres Chefs hat die Taliban in eine Führungskrise gestürzt. sein bisheriger Stellvertreter wird noch nicht von allen Gruppen als Nachfolger akzeptiert.

Zu dem US-Angriff auf Hakimullah Mehsud war es unmittelbar vor dem geplanten Beginn von Friedensgesprächen zwischen Regierung und den Taliban gekommen.

Nach dem Angriff wurden die Sicherheitsvorkehrungen besonders an
Flughäfen und anderen zentralen Einrichtungen in Pakistan verschärft.
Aus Angst vor Vergeltungsanschlõgen wurden in Städten an der Grenze zu den Stammesgebieten Soldaten stationiert.