Eilmeldung

Eilmeldung

Getötete Reporter in Mali: Krisensitzung in Paris

Sie lesen gerade:

Getötete Reporter in Mali: Krisensitzung in Paris

Schriftgrösse Aa Aa

Nach der Ermordung zweier französischer Journalisten in Mali hat Frankreichs Präsident Francois Hollande eine Krisensitzung im Elyseepalast einberufen. Die beiden Reporter, eine Frau und ein Mann, arbeiteten für Radio France Internationale und waren entführt und kurz darauf erschossen worden.

Frankreichs Außenminister Laurent Fabius sprach von einer abscheulichen Tat. Das kaltblütige und grausame Verbrechen sei ein Verbrechen an den Opfern, aber auch ein Verbrechen gegen die Informationsfreiheit. Die beiden Franzosen waren in Kidal im Norden Malis 1500 Kilometer von der Hauptstadt Bamako entfernt getötet worden.

Die erfahrenen Rundfunk-Reporter waren von vier bewaffneten Männern an Bord eines Geländewagens in der
nordmalischen Stadt entführt worden. Kurze Zeit
später fand man ihre Leichen nördlich der Stadt.

Der malische Verteidigungsminister Soumeylou Boubeye Maiga sagte, er gehe davon aus, dass das Verbrechen von einer radikalen Randgruppe begangen worden sei.
Die internationale Gemeinschaft müsse sich darum kümmern, dass diese radikale Gruppe unschädlich gemacht werde und die Mörder bestraft werden.

Hollande hatte am Samstag mit dem malischen Präsidenten Ibrahim Boubacar Keita telefoniert. Beide versicherten, im Kampf gegen den Terrorismus im Norden Malis nicht nachzulassen. Die Region um Kidal in Nordmali gilt auch nach der französischen Militärintervention Anfang dieses Jahres als “höchste Gefahrenzone”, wo islamistische Rebellen
weiter aktiv sind. Das französische Außenministerium warnt dringend vor Reisen nach Nordmali.