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Doping-Sünder Rasmussen gesteht Selbstmord-Gedanken

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Doping-Sünder Rasmussen gesteht Selbstmord-Gedanken

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Ein deutliches “Nein” äußerte Michael Rasmussen im dänischen TV-Sender DR1. Er bereue die Doping-Praktiken nicht, erklärte der frühere Radprofi und zeitweilige Träger des gelben Trikots bei der Tour de France in dem TV-Interview anlässlich der Vorstellung seines Buches “Gelbes Fieber”.

Gleichzeitig beschuldigte der Däne seinen ehemaligen Teamchef Bjarne Riis und Fahrer der Rabobank-Mannschaft des Dopings. Und er sprach über die Zeit nach seiner Tour-Suspendierung im Jahr 2007.
Auszüge des DR1-Interviews in der deutschen Übersetzung:

TV-Moderatorin: “Bereuen Sie das Doping?”

Rasmussen: “Nach dem Ausschluss bei der Tour habe ich innerhalb von zwölf Stunden über drei unterschiedliche Selbstmord-Möglichkeiten nachgedacht.

TV-Moderatorin: “Schockierend zu hören, dass Sie die Doping-Praxis nicht bedauern…”

Rasmussen: “Reue zeigen müsste ich nicht nur für diese acht Tage im gelben Trikot des Spitzenreiters bei der Tour de France, sondern für 25 Jahre meines Lebens. Das tue ich nicht, dazu bin ich nicht bereit!”

TV-Moderatorin: “Warum sind sie nicht reumütig?”

Rasmussen: “Das weiß ich selbst nicht so genau. Vor der Entscheidung für das Doping hatte ich bereits viele andere Grenzen überschritten.”

Grenzübertritte im großen Stil inklusive der Notbremse im Juli 2007. Nach seinem
Etappen-Triumph bei der Bergankunft auf dem Col d`Aubisque war dem Dänen der Gesamtsieg bei der Tour de France kaum noch zu nehmen, als sein Rabobank.-Team ihn auf großen Druck der Öffentlichkeit nach der 16.Etappe aus dem Wettbewerb nahm.

Michael Rasmussens Abrechnung sechs Jahre später trägt einen bitteren Beigeschmack.