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Iran: Immer noch "Tod den USA"?

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Iran: Immer noch "Tod den USA"?

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Am 34. Jahrestages der Besetzung der US-Botschaft haben sich in Teheran tausende Iraner zu der traditionellen anti-amerikanischen Kundgebung versammelt.

Beobachter sehen die diesjährige Veranstaltung als Barometer für die Haltung des Volkes zum neuen Präsident Hassan Rouhani. Anders als sein Vorgänger Ahmedinedschad setzt Rouhani seit seiner Wahl im Juni auf eine Annäherung an den Westen.

Zumindest die Teilnehmer der Kundgebung gaben sich aber traditionsbewusst: “Ich liebe mein Land, ich bin Iranerin. Ich werde nicht zulassen, dass Feinde ihren Fuss in mein Land setzen”, so eine junge Frau. “Mit unserem Slogan Tod den USA zeigen wir, dass wir hinter den Unterdrückten stehen und gegen die Ausländer kämpfen”, sagte eine weitere Teilnehmerin.

Auch die durch die Snowden-Affäre bekannt gewordene US-Überwachung und die daraus resultierende Aufregung in Europa wurden auf der Kundgebung mit Genugtuung thematisiert.

Die mit der Besetzung der US-Botschaft 1979 beginnende Feindschaft mit den USA gehört heute zum Gründungsmythos der Islamischen Republik Iran. Zwischen den beiden Ländern gibt es seither keine permanenten diplomatischen Beziehungen.