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Mursi-Anhänger: "Das ist keine Gerechtigkeit"

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Mursi-Anhänger: "Das ist keine Gerechtigkeit"

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Es war ein turbulenter und gewalttätiger Auftakt zum Prozess gegen Ägyptens Ex-Präsidenten Mohammed Mursi. Militär und Polizei hatten den Ort der Verhandlung weiträumig abgeriegelt. Anhänger und Gegner gingen aufeinander los. In der Nähe der Polizeiakademie feierten Unterstützer Mursis, dass der Prozess vertagt wurde.

Mohammed Abedalfatah, Anwalt und Mitglied des Verteidigerteams von Mursi: “Wir sind seit Stunden vor dem Gericht, sie haben einige vom Verteidigerteam daran gehindert, einzutreten, indem sie Tricks angewendet haben. Sie haben versucht, den Prozessort über Nacht unter mysteriösen Umständen zu verlegen. Das ist keine Gerechtigkeit.”

Ein Anhänger meinte: “Mit Mursi steht auch der Wille des Volkes vor Gericht. Dieser Prozess ist nicht fair, denn er hat das Land nur zehn Monate regiert.”

euronews-Korrespondent Mohammed Shaikhibrahim: “Es ist das zweite Verfahren des Jahrhunderts, wie die Ägypter es nennen. Die Sicherheitsvorkehrungen sind enorm. Die Anhänger schwanken zwischen Zorn und fehlendem Glauben, sie bleiben dabei: Dem gestürzten Präsidenten werden hinter Gittern die Grundrechte entzogen.”

Vor dem Verfassungsgericht in Kairo griffen Gegner Mursis einige demonstrierende Mursi-Unterstützer an. Die Polizei ging mit Tränengas gegen die Demonstranten vor, die sich auch vor anderen Gerichtsgebäuden in der ägyptischen Hauptstadt versammelt hatten. Neben der Polizeiakademie riegelten die Sicherheitskräfte auch Orte wie den Tahrir-Platz oder den Platz vor der Raba-al-Adawija-Moschee im Osten der Stadt ab.