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Steueraffäre: Hoeneß` Hoffnungen vergebens

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Steueraffäre: Hoeneß` Hoffnungen vergebens

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Das Landgericht München hat die Anklage gegen den Präsidenten des FC Bayern München wegen Steuerhinterziehung unverändert zugelassen. Gleichzeitig wurden für den kommenden März vier Verhandlungstage angesetzt.

Ungeachtet der Prominenz des Angeklagten erreicht die Steueraffäre um Hoeneß somit einen vorläufig neuen Höhepunkt.

Hoeneß gab sich am Champions-League-Spielort Pilsen in Tschechien ungebrochen kämpferisch:

“Ich bin überrascht, dass unsere Selbstanzeige von den Behörden bis heute nicht als wirksam erachtet wird. Wir werden in den nõchsten Monaten bis zum Prozess im März alles tun, um das Gericht von unseren Argumenten zu überzeugen. Wir müssen uns jetzt mit dieser Situation auseinandersetzen und uns auf den Prozess vorbereiten.”

Ab dem zehnten März ist vor Gericht auch die Vernehmung von vier Zeugen geplant.
Weitere Details unterliegen bis zur Verlesung der Anklage der Geheimhaltungspflicht.

Verbindungen seines Steuerfalls zum FC Bayern hatte Hoeneß stets kategorisch ausgeschlossen.
Das zahlt sich nun aus: in einer ersten Stellungnahme warnte Münchens Ehrenpräsident Franz Beckenbauer vor einer gesellschaftlichen Ächtung von Steuersünder Hoeneß.