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Bildungseinschnitte: Spanien will Erasmus-Zahlungen erst nächstes Jahr stoppen

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Bildungseinschnitte: Spanien will Erasmus-Zahlungen erst nächstes Jahr stoppen

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Die spanische Regierung will ihre Studentenbeihilfen im Rahmen des europäischen Erasmusprogramms doch erst nächstes Jahr streichen.

Die Zuzahlung war in der vergangenen Jahren schon um 71% auf nur noch 40 Euro pro Monat reduziert worden. Für viele spanische Studenten ist der Zuschuss aber weiterhin eine wichtige europäische Wohltat.

Die regierende Volkspartei reagiert nun auf Proteste auch aus der EU. Sprecher Alfonso Alonso sagte am Dienstagnachmittag, man müsse “die Verunsicherung der Studenten zur Kenntnis nehmen”, und signalisierte einen einjährigen Aufschub

Immerwieder hatte die spanische Regierung in den vergangenen Monaten Sparmassnahmen bei der Hochschulbildung verkünden müssen.

Bei den Erasmuszahlungen sei die Regierung in einer finanziellen Zwickmühle, wie Vize-Bildungsministerin Montserrat Gomandio erklärt hatte: “Die Studenten müssen akzeptieren, dass ihnen 40 Euro pro Monat fehlen werden. Es ist ein Opfer, das sie für Studenten aus armen Verhältnissen bringen, die dafür nun Stipendien zwischen 250 bis 300 Euro bekommen können.”

Das Erasmus-Programm hilft interessierten Studenten in ganz Europa finanziell durch die armen Jahre des Studiums. Für viele Studenten ist es zu einer wertvollen Institution geworden, die auch dabei hilft, die heute so wichtigen Austauschsemester zu organisieren.