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Ermordete französische Journalisten in die Heimat überführt

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Ermordete französische Journalisten in die Heimat überführt

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Die sterblichen Überreste der beiden im Norden Malis getöteten französischen Journalisten sind nach Frankreich überführt worden. An der nichtöffentlichen Zeremonie auf dem Flughafen Charles de Gaulle nahmen Staatspräsident Francois Hollande und die Außen- und Kulturminister teil.

Am Montag hatten in der malischen Hauptstadt Bamako mehrere hundert Journalisten an einem Trauermarsch für die beiden Reporter des staatlichen französischen Auslandsrundfunksenders RFI teilgenommen. RFI ist im frankophonen Afrika ein sehr beliebter Radiosender. Allerdings wird ihm vorgeworfen, Sprachrohr des Außenministeriums zu sein. Seine Journalisten gelten in Afrika mitunter als Repräsentanten des französischen Staates.

Die beiden Reporter waren im nordmalischen Kidal von vier bewaffneten Männern in einem Geländewagen verschleppt worden. Wenig später wurden ihre Leichen nördlich der Stadt gefunden.

Als Konsequenz aus der Ermordung der beiden Journalisten will Frankreich seine Präsenz in Nordmali verstärken. Momentan sind 3.000 Soldaten der ehemaligen Kolonialmacht in Mali stationiert.