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Europa lässt Rezession allmählich hinter sich

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Europa lässt Rezession allmählich hinter sich

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Die Neuverschuldung in der Eurozone geht zurück, die Arbeitslosigkeit bleibt allerdings hoch. Zu dieser Einschätzung kommt die EU-Kommission in ihrem Herbst-Konjunkturgutachten.
Währungskommissar Olli Rehn ermahnte Deutschland und Frankreich, die Empfehlungen des EU-Ministerrates vom Sommer umzusetzen. Das würde die Eurozone stärken und für Wachstum und Beschäftigung sorgen. Im Klartext: Deutschland sollte die Binnennachfrage stärken, Frankreich die Arbeitsmärkte reformieren.
Für das kommende Jahr erwartet die Kommission ein Wachstum von 1,4 Prozent für Europa, während die Eurozone um 1,1 Prozent wachsen soll. “In vielen Mitgliedsstaaten hat sich die Lage jedoch nicht verbessert”, gibt der Wirtschaftsexperte Janis Emmanoulidis zu bedenken. “Die Jugendarbeitslosigkeit ist insbesondere in den südlichen Ländern genau so hoch oder sogar höher als vor einem Jahr. Die Krise befindet sich inzwischen in einer ruhigeren Phase, doch sie ist nicht vorbei.” In der gesamten Europäischen Union wird die Arbeitslosigkeit im kommenden Jahr nur geringfügig sinken, in der Eurozone hingegen bleibt sie auf dem sehr hohen Niveau von 12,2 Prozent. Die höchste Arbeitslosenrate wurde in diesem Jahr in Griechenland verzeichnet, die niedrigste in Österreich. “Die Kluft zwischen dem Norden und dem Süden, doch auch zwischen Deutschland und Frankreich bleibt”, so unsere Korrespondentin Efi Koutsokosta. “In der kommenden Woche will die Kommission Empfehlungen zur Beseitigung der wirtschaftlichen Ungleichgewichte in den Mitgliedsstaaten veröffentlichen.”