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Europas Wirtschaft wächst wieder - an den Arbeitslosen vorbei

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Europas Wirtschaft wächst wieder - an den Arbeitslosen vorbei

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Mit Europas Wirtschaft geht es langsam, langsam
wieder bergauf – aber nicht genug, um die Arbeitslosen von der Straße zu holen. Es sehe mehr und mehr nach einem Wendepunkt in der Europäischen Union aus, sagte EU-Währungskommissar Olli Rehn zur Herbstprognose der EU-Kommission.

Im Frühjahr war die Wirtschaft in der Euro-Zone zum erstenmal seit eineinhalb Jahren wieder gewachsen. Dennoch erwartet die EU-Kommission 2013 unterm Strich minus 0,4 Prozent. Weiter geht es mit plus 1,1 (bisher erwartet:1,2) Prozent. 2015 wachse das Bruttoinlandsprodukt dann um 1,7 Prozent.

Für Deutschland wird 2014 ein überdurchschnittliches Plus von 1,7 erwartet, im übernõchsten Jahr sollen es dann 1,9 Prozent sein.

Olli Rehn – EU-Kommissar für Wirtschaft und Währung:

“In Europa insgesamt drehte die Wirtschaft im zweiten Quartal dieses Jahres auf Wachstum. Aber Restrukturierung und Schuldenabbau dürften noch einige Zeit auf dem Wachstum lasten.”

Es sei noch zu früh, den Sieg zu verkünden.

Die Arbeitslosigkeit bleibe auf einem nicht hinnehmbaren Niveau – erst 2015 dürfte die Quote im Euroraum vom Rekordniveau 12,2 Prozent auf 11,8 Prozent sinken.

Die Neuverschuldung in der Eurozone gehe unter dem Strich zurück, Frankreich und
Spanien bekämen ihre Defizite aber nicht in den Griff, wenn sie so weitermachten wie bisher.

su mit dpa, Reuters