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Indien auf dem Weg zum Mars

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Indien auf dem Weg zum Mars

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Indien hat seine erste Mars-Sonde gestartet. Vom Satish-Dhawan-Weltraumbahnhof Sriharikota im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh hob am Dienstag um 14.38 Uhr Ortszeit eine Trägerrakete vom Typ PSLV-C25 mit der etwa 1350 Kilogramm schweren Marssonde “Mangalyaan” ab. Die staatliche Weltraumorganisation ISRO sprach von einem “bescheidenen Anfang Indiens interplanetarischer Missionen”.

40 Minuten nach dem Start wurde “Mangalyaan” in eine Erdumlaufbahn ausgesetzt. Die Sonde wird etwa einen Monat die Erde umkreisen, um die nötige Schwerkraftbeschleunigung für die neunmonatige Reise zu unserem Nachbarplaneten zu erhalten.

Marsmissionen gelten in der Raumfahrt als kompliziert. Unlängst scheiterten Japan und China mit dem Versuch eine Sonde zum Roten Platen zu schicken. Indien wäre nach den USA, Russland und der Europäischen Raumfahrtagentur ESA erst der vierte, dem eine Marsmission gelingt.

“Mangalyaan” soll unter anderem nach Methan, einem Baustein für Leben, in der Marsatmosphäre suchen. Mit etwas mehr als 50 Millionen Euro kostet “Mangalayaan” nur einen Bruchteil der NASA-Mission MAVEN, die ebenfalls im November getartet werden soll oder der ESA-Mission “Mars-Express” (EUR 200 Millionen).

Das indische Weltraumprogramm begann vor 50 Jahren und entwickelte sich rasch. Nachdem der Westen in den 70er Jahren Sanktionen gegen Indien wegen eines Atomtests verhängt hatte, erhielt die Raketenforschung enormen Auftrieb. Vor fünf Jahren landete die Indische Weltraumorganisation erfolgreich die Sonde “Chandrayaan” auf dem Mars. Sie entdeckte auf dem Erdtrabanten Spuren von Wasser.

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Indian Space Research Organisation ISRO