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Katalonien will Auftritte von Tieren im Zirkus verbieten

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Katalonien will Auftritte von Tieren im Zirkus verbieten

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Katalonien will in den kommenden Tagen als erste Region in Spanien den Auftritt von dressierten Tieren im Zirkus verbieten. Die Abgeordneten des Regionalparlaments wollen das Auftreten von Tieren in Zirkusvorstellungen auf dem gesamten Territorium der Region im Nordosten Spaniens für illegal erklären.

Zirkusdirektor Carles Raluy findet es diskriminierend, dass künftig Katzen und Hunde in Privathaushalten gehalten werden dürfen, im Zirkus aber nicht.

Das Regionalparlament in Barcelona hat die Gesetzesinitiative in der vergangenen Woche bereits mit großer Mehrheit gebilligt. Die katalanischen Nationalisten und vier Linksparteien begründeten ihre
neue Gesetzesinitiative damit, dass
Tiere bei der Dressur missbraucht und gequält würden.

Für den Tierschützer Carlos Lopez ist Katalonien damit erneut führend in der Achtung der Rechte von Tieren.

Katalonien ist bereits seit Anfang 2012 die einzige Region auf dem spanischen Festland, in der Stierkämpfe verboten sind. Auch im übrigen Land steckt der Stierkampf in einer schweren Krise. In den vergangenen Jahren ging die Zahl der Festivals im ganzen Land um mehr als 30 Prozent zurück. Landesweit ist bereits in mehr als 135 Städten und Gemeinden der Auftritt von dressierten Tieren im Zirkus verboten. Davon liegen 99 in Katalonien.