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Raubkunst-Fund in München: Deutsche Behörden zeigen Bilder

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Raubkunst-Fund in München: Deutsche Behörden zeigen Bilder

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Der Münchner Kunstfund begeistert die Fachwelt. Unter den insgesamt 1406 Gemälden – bei denen es sich zu einem guten Teil um von den Nazis als entartete Kunst konfiszierte oder von verfolgten Juden geraubte Bilder handeln dürfte – sind auch viele bisher unbekannte Werke.

Vor der Weltpresse zeigten die deutschen Behörden am Dienstag unter anderem Malereien von Chagal, Matisse, Liebermann und Otto Dix.

Diese Bilder nun sehen und untersuchen zu können, sei ein unbeschreibliches Glück für ihre Zunft, so Meike Hoffmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kunsthistorischen Institut der Freien Universität Berlin.

Das deutsche Magazin FOCUS hatte den Fund publik gemacht. Entdeckt wurden die Gemälde aber schon 2011 von Zollbeamten, in der Wohnung des Sohnes eines Kunsthändlers aus der Nazi-Zeit.

Seither lagern die Bilder an einem geheimen Ort. Die Eigentumsverhälntnisse bleiben unklar.

Einen vollständigen Katalog wolle man nicht veröffentlichen – zum Schutz der Rechte der Eigentümer, so die Staatsanwaltschaft. Hinterbliebenenvertreter hatten die Geheimhaltung kritisiert und eine vollständige Offenlegung gefordert.