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Troika in Athen: Verhandlungen? Oder eine "Art Krieg"?

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Troika in Athen: Verhandlungen? Oder eine "Art Krieg"?

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Im Fernsehen sagte der Ministerpräsident:
“Die Vorstellung, dass wir uns in einer Art Krieg befinden, sollte aus den Köpfen verschwinden. Es sind Verhandlungen.”

Wenige Stunden nach den Worten von Antonis Samaras bewarfen Menschen in Athen die Verhandler der Gläubiger-Troika aus EU, IWF und EZB mit Kleingeld, aus Protest. Die Kontrolleure mussten das belagerte Finanzministerium schließlich durch das Tiefgeschoß verlassen.

210 Milliarden Euro wurden bisher nach Athen überwiesen, 30 Milliarden sollen folgen – aber der Schuldner kommt mit den Gegenleistungen nicht nach.

Volkswirtin Sarah Hewin,Standard Chartered:

“Die Troika ist nicht besonders glücklich über einen Stau bei der Privatisierung, die griechische Regierung soll ihre Ausgaben noch mehr zurückfahren, die Einnahmen steigern.

Die Griechen, ganz klar, sehen eine lange Periode der Rezession und sind für ihr Gefühl schon ziemlich nah am Limit des Machbaren. “

Die Zeit drängt wieder mal. Der Staatshaushalt soll beschlossen werden. Aber schon zeichnet sich für 2014 eine neue Finanzlücke ab. Wie groß sie ist, darüber streiten Griechenlands Finanzminister Giannis Stournaras und die Troika noch. Er sagt 500 Millionen, die zugereisten Buchprüfer zwei bis 2,5 Milliarden Euro.

Sigrid Ulrich mit dpa, Reuters