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Erneut Streiks und Demonstrationen in Griechenland

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Erneut Streiks und Demonstrationen in Griechenland

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Aus Protest gegen Sparmaßnahmen und hohe Arbeitslosigkeit haben in Griechenland erneut umfangreiche
Streiks weite Teile des Landes lahmgelegt. Anlass war ein Besuch von
Vertretern der Geldgeber von EU, Internationalem Währungsfonds und
Europäischer Zentralbank, der sogenannten “Troika”. Sie prüfen die Voraussetzungen für die Freigabe weiterer Finanzhilfen.

“Wir sind seit Juli im Arbeitsbeschaffungsprogramm. Aber sie mach sich über uns lustig, wir sind arbeitslos”, meint einer der Demonstrierenden. Und ein anderer: “Unsere Botschaft an die Leute ist, dass diese Politik lediglich zu Armut und Arbeitslosigkeit führt.”

Die Beteiligung an den Kundgebungen
war geringer als die Gewerkschaften erhofft hatten. Um die Mittagszeit gingen nur etwa 7000 Menschen in Athen und etwa 2000 in der Hafenstadt Thessaloniki auf die Straßen.

“Der 24-stündige Streik im privaten und öffentlichen Sektor zeigt erneut die Reaktion der griechischen Beschäftigten auf die fortgesetzte Sparpolitik”, sagt euronews-Reporter Stamatis Giannisis. “Aber während die Regierung versucht, das Finanzjahr positiv abzuschließen, um das Land wieder an die Märkte zurckzubringen, scheint diese Demonstration einmal mehr eine neue Runde der Aggression zwischen Gewerkschaften und Regierung einzuläuten.”