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Genmais 1507 vor Anbauzulassung

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Genmais 1507 vor Anbauzulassung

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Eine zweite genveränderte Maissorte könnte demnächst auf Europas Äckern wachsen. Es handelt sich um den Mais 1507, der gegen bestimmte Pflanzenschutzmittel und gegen Mottenlarven resistent ist. Hergestellt wird er von einem amerikanischen Unternehmen. Derzeit wird in Europa nur der Genmais MON 810 angebaut. Dass die EU-Kommission den Mitgliedsstaaten vorgeschlagen hat, den Anbau der Sorte 1507 zuzulassen, bezeichnet Marco Contiero von Greenpeace als unverantwortlich. Nachweislich würden bestimmte Schmetterlings- und Mottenarten Schaden nehmen. Zudem seien die Auswirkungen auf Bienen wissenschaftlich nicht untersucht worden. Die Maissorte ermutige den Einsatz eines giftigen Pflanzenschutzmittels, das demnächst in Europa verboten werde. Den Antrag für die Anbaugenehmigung hatte die Herstellerfirma bereits 2001 gestellt. Im vergangenen September hatte der Europäische Gerichtshof Brüssel schließlich ermahnt, eine Entscheidung zu treffen. Gesundheitskommissar Tonio Borg warb für Vorschläge seiner Behörde zu den Zulassungsverfahren für Genpflanzen. Demnach soll künftig das Recht bei den Mitgliedsstaaten liegen, Genpflanzen zu verbieten. Lehnen die EU-Umweltminister den Anbau der Maissorte 1507 nicht mit qualifizierter Mehrheit ab, gibt die Kommission in Brüssel grünes Licht.