Eilmeldung

Eilmeldung

Nach Exil auf hoher See: Gesuchter Walfang-Gegner betritt Land

Sie lesen gerade:

Nach Exil auf hoher See: Gesuchter Walfang-Gegner betritt Land

Schriftgrösse Aa Aa

Der von Interpol gesuchte Umweltaktivist Paul Watson soll am Mittwoch in Seattle vor Gericht erscheinen.

Der Gründer der Organisation Sea Shepherd ist seit Mai 2012 auf der Flucht. Damals kam er nach Zahlung einer Kaution in Höhe von 250.000 Euro aus deutscher Haft frei, und bewegt sich seither nur noch auf offener See.

Costa Rica wollte die Auslieferung Watsons wegen eines Mordvorwurfs. Aber vor allem Japan hätte den Kapitän gerne in den Händen.

Für sein Erscheinen vor dem US-Gericht betrat der gebürtige Canadier Watson nun offenbar zum ersten Mal wieder Land.

Die Anwälte des japanische Walforschungsinstitut ICR werfen Watson vor, das Schiff seiner Organisation Sea Shepherd habe sich, trotz einer Gerichtsauflage, wiederholt auf weniger als 450 Meter an japanische Walfangschiffe angenähert. Sie fordern Strafzahlung von jeweils 100.000 US-Dollar.

Sea Shepherd argumentiert, dass es ihre rechtlich abgetrennte australische Schwesterorganisation gewesen sei, die die Walfänger gestört habe.

Die Organisation Sea Shepherd wirft japanischen Walfängern vor, unter dem Vorwand der Forschung international geschützte Walarten zu jagen. Sie ist für ihr aggressives vorgehen bekannt.

Unklar bleibt, ob die USA einem japanischen Auslieferungsgesuch oder der Interpol-Fahndung nachkommen werden.