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Schweizer Experten: Polonium deutet auf Ermordung Arafats hin

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Schweizer Experten: Polonium deutet auf Ermordung Arafats hin

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Der frühere Palästinenserführer Jassir Arafat ist 2004 möglicherweise doch einem Giftmord zum Opfer gefallen. Darauf deuten Untersuchungsergebnisse Schweizer Experten hin. Medienberichten zufolge haben Gewebeproben Arafats 18-mal mehr Polonium 210 enthalten als normal. Schon ein Millionstel Gramm des radioaktiven Schwermetalls kann einen Menschen töten.

Arafats Witwe Suha sprach von einem “Verbrechen des Jahrhunderts”: “Das Gift muss in seinen Tee, Kaffee oder sein Wasser gegeben worden sein. Es muss ihm von jemandem verabreicht worden sein, der ihm nahe stand. Es ist also schwierig, aber leider muss es jemand aus seinem Umfeld gewesen sein.”

Russische Experten hatten bereits erklärt, sie hätten keine Hinweise auf eine Polonium-Vergiftung finden können. Ein französisches Gutachten steht noch aus. Die Palästinensische Autonomiebehörde äußerte sich zunächst nicht.

Der Sprecher des Außenministeriums in Jerusalem, Jigal Palmor, wies die Untersuchungsergebnisse der Schweizer Experten als unseriös zurück.