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Die Zeit für die Schaffung der Bankenunion drängt

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Die Zeit für die Schaffung der Bankenunion drängt

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Ende 2014 soll die Europäische Zentralbank die Aufsicht über die wichtigsten Banken Europas übernehmen und Anfang 2015 sollten die Regeln für die Abwicklung maroder Geldhäuser stehen. Thierry Philipponat von der unabhängige Organisation Finance Watch sieht aber weitere Probleme: Viele Banken Europas seien zu groß, zu komplex. Gingen sie pleite, müsste am Ende der Steuerzahler dafür aufkommen. Geschäftsbanken sollten von Investmentbanken getrennt werden, ist einer der Vorschläge. Selbst damit sei Europa gegen eine nächste mögliche Krise nicht gefeit, warnt Adrian Blundell-Wignall von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: “Ein Binnemarkt, eine Abwicklungsbehörde für marode Banken und selbst genügend Rettungskapital schützen nicht vor großen Kosten. Entscheidend ist, dass es so weit gar nicht erst kommt.” Kredite für private Haushalte machen nur 28 Prozent oder 12,8 Billionen Euro aller Geschäfte der europäischen Banken aus. “Verbrauchergruppen müssen gestärkt werden”, so der britische Experte Walter Mattli von der Oxford University. “Doch selbst dann sollten sie mitreden dürfen, wenn die Regeln aufgestellt werden. Andernfalls könnten sie den Kürzeren ziehen.”