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Geresdlak: Eine finnische Oase in Ungarn

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Geresdlak: Eine finnische Oase in Ungarn

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Geresdlak. Ein kleines Dorf in Südungarn. Etwa 900 Menschen leben hier.
70 Bewohner kommen aus Finnland. Vor elf Jahren kam der erste Finne hier an. Er war von der Atmosphäre des Dorfes begeistert, er mochte die Ruhe. Er kaufte ein Haus und nach und nach taten es ihm immer mehr Landsleute gleich.

Damit sich Finnen und Ungarn besser verständigen können, gibt es in dem Ort jetzt einen von der EU finanzierten Finnischkurs. Sogar der Bürgermeister Tibor Habjánecz nimmt an dem 90-stündigen Intensivkurs teil: “Die meisten Finnen sprechen schon ein bisschen Ungarisch. Aber natürlich nicht auf muttersprachlichem Niveau. Deshalb mussten wir Finnisch lernen.”

Satu Juuti wohnt seit drei Jahren in Geresdlak:
“Wir lieben die Menschen hier. Sie sind so freundlich, hilfsbereit und nett. Wir haben hier viele gute Freunde gefunden.”

In ihr Haus hat Satu Juuti eine Sauna gebaut. Jede finnische Familie hat ihre eigene. Jetzt bauen auch die Ungarn Saunen in ihre Häuser. Inzwischen herrscht in Geresdlak die größte Saunadichte im ganzen Land.

Andrea Hajagos, Euronews:
“Die Straßennamen in Geresdlak sind bereits zweisprachig angeschrieben. Obwohl Ungarisch und Finnisch der gleichen Sprachfammilie entstammen, unterscheiden sich die Sprachen heute sehr. Nur wenige Ungaren lernen Finnisch. Deshalb ist die Geschichte von diesem Dorf so besonders.”