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Nach Schweizer Gutachten neue Spekulationen um Arafats Tod

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Nach Schweizer Gutachten neue Spekulationen um Arafats Tod

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Die Spekulationen um den Tod des Palästinenserführers Jassir Arafat gehen in eine neue Runde. Grund sind die Ergebnisse eines Schweizer Experten-Teams, dass die Überreste des 2004 verstorbenen Politikers untersucht hatte. Sie erklärten, ein Giftmord könne nicht hundertprozentig bewiesen werden, aber vieles spreche dafür. Das neue Gutachten heizt die Spekulationen um mögliche Täter an.

Ein Anwohner im Gazastreifen erklärte: “Wir sind uns sicher, dass die Unstimmigkeiten zwischen Präsident Mahmud Abbas, Mohammed Dahlan und Arafat Schuld sind. Einige sagen, dass Dahlan für die Vergiftung verantwortlich ist, anderen denken, es war Abbas. Die Sache bleibt weiter im Dunkeln. Am Ende geben wir der israelischen Besatzungsmacht die Schuld. Natürlich haben sie überall Agenten, sie haben mittels eines Kollaborateurs das Gift geschickt, welches dann in seinem Essen auftauchte.”

Die Schweizer Mediziner vom Institut für Radiophysik der Uni-Klinik in Lausanne hatten Proben von Knochen und Kleidung Arafats untersucht. François Bochud sagte:
“Unsere Untersuchung erlaubt es nicht, die These der Vergiftung durch Polonium kategorisch zu bestätigen oder auszuschließen.”

In Gewebeproben Arafats hatten die Experten eine 18 Mal so hohe Konzentration von Polonium 210 gefunden worden wie normal. Israel hat die Vorwürfe zahlreicher Prominenter hinter dem Tod Arafats zu stecken erneut zurückgewiesen.