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Polizei stürmt ehemaligen Staatssender ERT

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Polizei stürmt ehemaligen Staatssender ERT

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In Athen stürmten am Donnerstagmorgen Polizisten den ehemaligen Fernsehsender ERT, um ein Dutzend Demonstranten zu entfernen. Diese hatten das Gebäude seit Juni besetzt gehalten, um gegen die Einstellung der Sendetätigkeit sowie die Entlassung von 2700 staatlich Beschäftigten zu protestieren.

Für den Einsatz umstellten die Beamten zunächst das Gebäude und blockierten die Eingänge. Während der Aktion, bei der unter anderem Tränengas eingesetzt wurde, kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Beamten und Protestierenden. Zunächst wurden insgesamt vier Personen festgenommen. Diese befinden sich mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Bei den Inhaftierten handelte es sich um zwei ehemalige Mitarbeiter des Senders sowie zwei Gewerkschaftsmitglieder.

Im Anschluss an die Räumung wurden die Räumlichkeiten sowie das Inventar von der Polizei unter der Anwesenheit der Staatsanwaltschaft auf ihren Zustand hin überprüft.

Vor dem Gebäude in Athen versammelten sich etwa 300 Demonstraten, um ihrem Unmut Luft zu machen. Bereits die Verlautbarung der Regierungsentscheidung über die Schließung des Senders hatte Mitte Juni zu einem 24-stündigen Generalstreik geführt. Hierbei blieben staatliche Einrichtungen geschlossen und Krankenhäuser arbeiteten lediglich im Notbetrieb. Journalisten von Zeitungen und privaten TV-Sendern hatten damals ebenfalls für längere Zeit ihre Arbeit niedergelegt, um ihre Solidarität zu bekunden.