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Präsidentenwahl in Tadschikistan als undemokratisch kritisiert

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Präsidentenwahl in Tadschikistan als undemokratisch kritisiert

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Internationale Wahlbeobachter haben die Präsidentenwahl in Tadschikistan als undemokratisch kritisiert. Der autoritäre Staatschef Emomali Rachmon wurde
mit 83,6 Prozent der Stimmen wiedergewählt.

Nach Angaben der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa OSZE habe der Urnengang aber nicht internationalen Standards entsprochen und grundlegende Freiheiten verletzt. Die Wähler hätten keine freie Auswahl gehabt, die Opposition boykottierte die Abstimmung.

Der 61-Jährige Rachmon regiert die zentralasiatische Ex-Sowjetrepublik seit mehr als zwei Jahrzehnten mit harter Hand. Tadschikistan gilt als Transitland für Drogen, die aus dem Nachbarland Afghanistan stammen.

Von den rund acht Millionen Tadschiken leben knapp die Hälfte in Armut. Hunderttausende verließen zum Arbeiten das Land, die meisten von ihnen gingen nach Russland.