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45,10 Dollar – zu diesem Preis sind die ersten Aktien des Kurznachrichtendienstes Twitter gehandelt worden – mehr als 75 Prozent über dem Ausgabepreis von 26 Dollar.

Es ist der größte Börsengang eines Internet-Konzerns in den USA seit dem von Pannen begleiteten Marktdebüt von Facebook.

Mit dem Gang an die Wall Street nimmt Twitter im ersten Schritt rund 1 Milliarde Euro ein. Insgesamt ist das Internetunternehmen mit dem blauen Vogel Larry als Marke damit gut 10 Milliarden Euro wert.


Zum Vergleich: Facebooks Börsenwert liegt inzwischen bei rund 90 Milliarden Euro.

Twitters Problem: Bekanntheitsgrad und Anhängerschaft (230 Millionen Nutzer) sind riesig. Umsatz und Ertrag eher nicht.

So hat Twitter hat seit seiner Gründung 2006 nie Gewinn gemacht. Allein in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres liefen fast 100 Millionen Euro Verlust auf – bei gut 312 Millionen Euro Umsatz. Geld nimmt der Konzern mit bezahlten Werbe-Tweets ein, mit kommerziellen Twitter-Konten für Firmen und mit dem Verkauf von Informationen für die Datenanalyse.

Richtig ab ging Twitter drei Jahre nach der Gründung, 2009. 2009: US-Schauspieler Ashton Kutcher und der Fernsehsender CNN lieferten sich ein öffentlichkeitswirksames Wettrennen, wer als erster auf eine Million Abonnenten bei Twitter kommt. Kutcher gewann.
Das Nachrichtenmagazin “Time” nimmt “die Jungs von Twitter” in seine jährliche Liste der einflussreichsten Menschen auf. Angela Merkel und Barack Obama twittern.

2010 nutzen etwa 165 Millionen Menschen den Dienst.

2011: Demonstranten im Nahen Osten kommunizieren über Netzwerke wie Twitter und Facebook

Bei Facebook hatten die Banken vor eineinhalb Jahren den Preis vor dem Börsengang in die Höhe getrieben, dann stürzten die Papiere schnell ab.

Für die Twitter-Aktie prognostizieren Analysten im ersten Jahr steigende Kurse – auf bis zu 54 Dollar.

su mit Reuters, dpa