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"Verhalten optimistisch": Auf der Suche nach Annäherung im Atomstreit

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"Verhalten optimistisch": Auf der Suche nach Annäherung im Atomstreit

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Im Streit um das iranische Atomprogramm ist in Genf die zweite Verhandlungsrunde eingeläutet worden. Während die fünf UN-Vetomächte plus Deutschland Sicherheiten fordern, dass der Iran nicht an Atomwaffen baut, wollen die Vertreter der Islamischen Republik eine Lockerung der Wirtschafts- und Finanzsanktionen erreichen.

Zwar bemüht sich die neue Regierung in Teheran bislang demonstrativ um eine Annäherung, doch gemäßigte Zwischentöne reichen dem Westen nicht, sagte Michael Mann, Sprecher der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton: “Im Vergleich zu den Verhandlungen mit der alten Regierung herrscht jetzt eine andere Atmosphäre. Deshalb sind wir verhalten optimistisch”, so Mann. “Aber letztlich muss der Iran den ersten Schritt machen. Denn es sind die Iraner, die gegen die internationalen Auflagen verstoßen, also müssen sie uns zeigen, dass sie die richtigen Absichten haben.”

Irans Vizeaußenminister Abbas Araqchi sagte, sein Land könne nicht den ersten Schritt tun, dieser müsse gleichzeitig von beiden Seiten kommen. Der Iran hatte seine Verhandlungsbereitschaft über die umstrittene Urananreicherung signalisiert, fordert aber zugleich Eingeständnisse des Westens.

“Trotz der Komplexität der Verhandlungen ist mittlerweile auf beiden Seiten eine optimistische Atmosphäre entstanden, die auf konkrete Ergebnisse hoffen lässt”, so euronews-Reporterin Fariba Mavaddat in Genf.